Raserunfälle

„Die `Mündigkeit´ tobt auf den Strassen:
Sie äussert sich im Auto-Rasen.
Man glaubt zu spüren seine Macht:
Ein Urgefühl des Triebs erwacht.
Hier darf Gelüste man erproben,
Kann zügellos im Rennen toben.“
Freimund Biederwacker: Vom folgenschweren Autowahn 50f.

Unsinn und Unvernunft. Es sind meist Männer zwischen 20 und 30, die ihr eigenes und das Leben ihrer Mitmenschen risikieren und dabei Unmengen von Schadstoffen in die Luft blasen.


Das Gaspedal als Ventil . Raser und Poser als Verkehrsrisiko

11.10.2019. Verkehrspsychologen suchen Erklärungen für Raser. „Besonders gefährlich wird es bei illegalen Rennen, bei denen sich junge Fahrer – oft mitten in der Stadt – ein Kräftemessen liefern“.  Der „typische Raser“ ist zwischen 18 und 25 Jahre alt, männlich und hat oft einen Migrationshintergrund. Häufig wohnt er noch bei seinen Eltern und hat nur ein geringes Einkommen.  Für solche Fahrten werden Autos häufig ausgeliehen.  Junge Männer erfüllten sich so für einen Tag ihren Traum vom schnellen Auto.
https://www.general-anzeiger-bonn.de/verkehr/news/raser-und-poser-als-verkehrsrisiko_aid-46426705

2019-04-2019. Moers. Eine Frau stirbt nach Autorennen

Nach einem Autounfall in nordrhein-westfälischen Stadt Moers ist eine Frau gestorben, nachdem sich der Fahrer ein illegales Rennen mit einem anderen Mann geliefert hatte.  Einer der Fahrer sei bei dem illegalen in den Gegenverkehr gefahren und mit dem Wagen der 43-Jährigen kollidiert. Er sei daraufhin ausgestiegen und davon gehumpelt. Der zweite Fahrer habe zwar rechtzeitig abbremsen können, sei nach dem Unfall aber weitergefahren.  Eine Mordkommission ermittelt.

Quelle: www.spiegel.de/panorama/justiz/moers-unbeteiligte-frau- stirbt-nach-mutmasslichem-autorennen-a-1264474.html  

2018-04-03-Wiesbaden: Mit Tempo 140 durch die Innenstadt

Bei einem illegalen Autorennen in Wiesbaden fuhren eine 19-Jährige und ein 34-Jähriger teilweise mit einer Geschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde durch die Innenstadt. Sie fuhren dicht auf, wechselten in riskanter Weise die Fahrstreifen und brachten andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Sie konnten nach Hinweisen von Zeugen gestoppt werden, bevor jemand verletzt wurde. Der 34-Jährige war ohne Führerschein unterwegs, die 19-Jährige noch in der Probezeit. Gegen die Raser erging Anzeige ihre Wagen wurden sichergestellt. Ihnen droht ein Verfahren wegen verbotenen Fahrzeugrennens und Straßenverkehrsgefährdung.

Quelle: www.spiegel.de/panorama/justiz/wiesbaden-illegales-autorennen-mit-140-durch-die-innenstadt-a-1200953.html

Okt. 2016 – Jan. 2018. Illegale Autorennen in Berlin – eine Chronik

24. Januar 2018 Zwei Fahrer lieferten sich an der Tauentzienstraße ein Autorennen. Sie nutzten mehrfach die Haltezeit an roten Ampeln, um sich mit aufheulenden Motoren und durchdrehenden Reifen für die Grünphase „anzuheizen“. Anschließend fuhren sie jeweils mit überhöhter Geschwindigkeit weiter. Eine Fußgängerin konnte nur durch schnelles Zurückspringen einen Zusammenstoß mit einem der Autos verhindern.

27. Dezember 2017 Zwei Autofahrer lieferten sich ein Rennen an der Gitschiner Straße in Kreuzberg. An einer Kreuzung wendete gerade ein Auto, das ein Raser übersah. Es kam zum Zusammenstoß., durch den mehrere Fahrzeuge beschädigt und die Fahrer beider Wagen verletzt wurden.

12. November 2017Auf der Silbersteinstraße in Neukölln lieferten sich die Fahrer eines Audi R8 und eines Lamborghini ein Autorennen. Als der 24-jährige Audi-Fahrer in Richtung Hermannstraße raste, kam er von der Fahrbahn ab und prallte rechts gegen einen geparkten Toyota. Fahrer und Beifahrer wurden bei dem Unfall verletzt.

3. November 2017 In einer Nacht beschlagnahmte die Polizei in Berlin vier Autos. Ein Audi-Fahrer und ein Lamborghini-Fahrer lieferten sich am Kurfürstendamm ein Rennen. Am Sachsendamm ein Jaguar-Fahrer und ein Mercedes Fahrer. Auf dem auf dem Adlergestell in Niederschöneweide gab es ein Autorennen mit mehreren Carsharing-Autos und einem gestohlenen BMW. Zwei Fahrer verloren die Kontrolle über ihre Wagen und wurden dabei verletzt.

5. Juli 2017 Zu einem schweren Unfall kam es bei einem Autorennen auf der Yorkstraße in Kreuzberg zwischen einem Audi- und einem Mercedes-Fahrer. Eine der beiden Fahrer war gegen ein in zweiter Reihe parkendes Auto geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls wurden mehrere weitere Fahrzeuge beschädigt. Der Insasse des in zweiter Reihe parkenden Wagens wurde schwer verletzt.

2. Oktober 2016 An der Residenzstraße in Reinickendorf wurden beim Zusammenstoß zweier Autos drei Menschen verletzt. Die Fahrer der Wagen hatten ein Rennen geliefert. Einer der Fahrer war mit einem unbeteiligten entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert und durch die Wucht des Aufpralls wurden wieder mehrere Fahrzeuge beschädigt.

Quelle: www.morgenpost.de/berlin/article213243741/
Illegalen-Autorennen-in-Berlin-eine-Chronik.html

2016-02-16-Raserei auf der A100 in Berlin-Charlottenburg

Auf der A100 in Richtung Neukölln hat die Polizei in der Nacht zu Dienstag gleich drei Temposünder geschnappt, die viel zu schnell durch Charlottenburg gerast waren.

Um 22 Uhr raste ein 22-Jähriger in einem BMW über die Stadtautobahn in Richtung Neukölln und wurde auf Höhe des Jakob-Kaiser-Platzes wurde der Raser gestoppt. Gemessene Geschwindigkeit: 143 Stundenkilometern. Erlaubt waren 80.

Um 22.30 Uhr stoppten die Beamten einen 26-Jährigen, der in seinem Mercedes mit 155 Stundenkilometern über die Stadtautobahn gerast war.

Gegen 23.40 Uhr war ein 24-jährigen VW Touareg -Fahrer auf Höhe der Ausfahrt Spandauer Damm mit 166 gemessenen mit 166 Stundenkilometern noch schneller. Der Fahrer konnte keinen Führerschein vorlegen.

Quelle: www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/
raserei-auf-der-a100-in-berlin-charlottenburg-kein-fuehrerschein-aber-86-km-h-zu-schnell/12969582.html

2016-02-01-Tauentzien-Raser: Autorennen auf dem Kurfürstendamm endet tödlich

Im Fabruar 2016 lieferten sich Marvin N. (24) und Hamdi H. (26) ein illegales Autorennen auf dem nächtlichen Kudamm. Dabei fuhren sie über mindestens vier rote Ampeln. Der Rentner Michael W. (69) stand in seinem Jeep um etwa ein Uhr in der Nacht an der grünen Ampel an der Nürnberger Straße. Er wollte die Kreuzung überqueren. Die zwei Autos, einen AMG-Mercedes und ein Audi A6, die mit über Tempo 100 heranrasen, sah er nicht. Der Jeep von Michael W. wurde 150 Meter weit katapultiert und starb noch an der Unfallstelle. Die Wagen wurden beschlagnahmt, die Führerscheine der Raser eingezogen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und fahrlässiger Tötung. Die Strecke am Kudamm und Tauentzien ist der Polizei als „Schwerpunkt für Profilierungsfahrten“ bekannt, ein Treffpunkt für Raser. In den letzten Monaten hat die Polizei bei Kontrollen immer wieder illegal aufgemotzte Protzkarren aus dem Verkehr gezogen.

Quelle: www.bz-berlin.de/berlin/charlottenburg-wilmersdorf/
tauentzien-raser-26-jaehriger-fahrer-war-polizeibekannt

Nachdem illegale Autorennen immer wieder zu schweren und teils tödlichen Unfällen führen, wurden die Gesetze verschärft. Die Teilnahme an solchen Rennen gilt mittlerweile nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern wurde zu einem Straftatbestand heraufgestuft. Am 26. März 2019 verurteilte das Berliner Landgericht die Männer wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Fahrer den Tod des Rentners billigend in Kauf nahmen.

Tuning-Treffpunkte in Berlin

B1 Ost Tuningtreffpunkt Freitag, in Bezirk Marzahn-Hellersdorf   https://b1-ost.business.site/   
B1 Tuningtreffen West am Nonnendammallee/ U Paulsternstraße